Eines der wohl unwegsamsten und rauesten Gebiete des gesamten Kontinents ist der hohe Norden Elmores. Die von Bergen und dichten Wäldern durchzogene Landschaft wird von klirrender Kälte erschüttert, sodass nicht wenige der kleinen Flüsse und Bäche mit einer glänzenden Eisschicht bedeckt sind. Doch dieses schneebedeckte Land birgt ebenso solch wertvolle Schätze der Erde wie Mithril, eines der wohl teuersten Erze, die es gibt. Dies ist die Heimat der Zwerge, eines Volkes, das ebenso rau ist, wie das Land selbst.
Als Volk der Erde verehren die Zwerge deren Göttin Maphr. Sie ist eine sanftmütige und gutgesinnte Gottheit, die den Zwergen in der Zeit der Entstehung der Rassen das Leben einhauchte. Dabei wurden die Zwerge jedoch nicht, wie die anderen Völker, mit der Fähigkeit gesegnet, Magie für sich zu nutzen. Den Zwerge wurde dieser Umstand aber niemals zum Nachteil, denn durch ihre starke Verbundenheit zur Erde sind sie als Einzige in der
Lage, ihre zahlreichen Schätze für ihr meisterhaftes Schmiedegeschick zu nutzen.

Zwerge unterscheiden sich vor allem durch ihre Körpergröße von den anderen Rassen. Sie erreichen oftmals nicht mehr, als 1,60m.
Die Zwergenmänner sind stämmige Wesen mit einem breiten Kreuz und ungeheurer Kraft. Ihre harten und markanten Gesichtzüge werden oftmals von einem kusntvoll geschnittenen und teilweise geflochtenen Bart geschmückt, der für den Stolz eines Zwergen unabdingbar ist.


Die zwergischen Frauen wirken dagegen eher filigran und zierlich, sodass auf den ersten Blick kaum denkbar scheint, dass sie ebenso kräftig sind, wie die Männer ihres Volkes. Ganz typisch für sie, sind ihre Haare, die in leuchtenden Farben von einem kräftigem Orange bis hin zu einem dunklen Rot in interessanten Zöpfen zusammen gebunden sind.


Das Erste woran ein Zwerg denkt, ist sein Vermögen und dessen Vergrößerung. Daher ist die oberste Devise eines jeden Zwerges, die lukrativste Vermehrung seiner persönlichen Menge an Gold. Um dieses Ziel zu erreichen, besitzen nicht wenige Zwerge eine der vielen Minen in ihrem Land, wo sie einen großen Teil ihrer Zeit damit verbringen, Erze und Gold zusammenzutragen. Zwerge sind demnach sehr arbeitssame Wesen, denn von nichts kommt nichts und ohne Arbeit, kein Gold.


Das will aber nicht heissen, dass ein Zwerg keinen Sinn für andere Dinge, als das bei ihm allgegenwärtige Gold hat. Dieses Volk hegt eine große Leidenschaft für Bier, allem voran das Zwergenbier, dessen Stärke so manch einen Elfen in die Knie gezwungen hat. Den Zwergen allerdings ist die über Jahrhunderte verbesserte Fähigkeit zu eigen, auch das stärkste Gebräu in größten Mengen problemlos konsumieren zu können. Da gut jedoch noch lange nicht gut genug ist in diesem Volk, beschäftigen sich Zwerge stetig damit, diese Fertigkeit weiter zu perfektionieren. Besonders männliche Zwerge neigen bei den dadurch entstehenden ausgeprägten Gelagen dazu, die wildesten Geschichten zu erzählen, nicht nur über die Menge ihres Goldes, die immer größer ist, als die des anderen, sondern auch über jegliche wertvolle Dinge, die sie zusammen getragen haben. Natürlich dürfen an dieser Stelle auch Prahlereien über Hammer und Axt und nicht fehlen, wobei auch diese immer außergewöhnlicher und besser sind, als die der anderen Zwerge. Wer nun aber meint, durch dieses Verhalten würden Differenzen innerhalb der Rasse entstehen, der irrt sich gewaltig. Der Gemeinschaftssinn der Zwerge ist ebenso ausgeprägt, wie ihr Streben nach Gold, sodass der Zusammenhalt dieses Volkes als legendär gilt. Ob man miteinander verwandt ist, oder nicht, stört die Zwerge gänzlich wenig, bei ihnen wird jeder als Bruder oder Schwester angesehen, was allerdings noch lange nicht heisst, dass man nicht stetig damit beschäftigt ist, sich gegenseitig das Gold abzuluchsen oder sich zu beschummeln, wenn es um die Größe des Vermögens geht. Gegeneinander würden Zwerge niemals die Waffen erheben, nicht nur wegen ihres Bewusstsein für ihre Rasse, sondern auch, weil die Zwerge nichts von Kämpfen halten. Sobald es gilt, sein Volk vor einer drohenden Gefahr zu bewahren, so sieht sich jeder Zwerg umgehend und anstandslos dazu berufen, seine Brüder und Schwestern zu verteidigen. Dabei wird jedoch keinesfalls als erstes an Waffen gedacht. Ein Zwerg versucht stets, Kämpfen mithilfe seines Verhandlungsgeschicks, das schon so manch einen Kunden um sein Gold gebracht hat, aus dem Wege zu gehen. Bei allgemeinen Konflikten bevorzugen sie es, entweder neutral zu bleiben, oder sie stellen sich auf die Seite dessen, der ihnen als vorteilhafter erscheint.

Die Gemeinschaft des Zwergenvolkes wird aus einem Rat und mehreren Gilden gebildet, von denen die größten äußerst angesehen und erfolgreich innerhalb der Rasse sind. Das hat zur Folge, dass einige Gildenangehörige auch Mitglieder des Rates sind, der ausschließlich aus den reichsten Zwergen des gesamten Volkes besteht. Er ist die Verbindung zwischen den arbeitenden Zwergen und dem Oberhaupt der Rasse, dem Zwergenkönig. Sein Vermögen soll undenkbar groß sein, weswegen das Gerücht kursiert, dass es bereits mehrere Minen bis in den letzten Stollen hinein füllt. Die arbeitenden Zwerge sind Schmiede und Sucher, die sich ihr Gold durch das Beschaffen von äußerst wertvollen Rohstoffen verdienen. Doch es gibt auch viele zwergische Händler, die die kostbaren Waren ihres Volkes auf dem gesamten Kontinent feil bieten, wobei es einige sehr legendäre Händler unter ihnen geben soll, die besonders außergewöhnliche Waren bieten, welche sie nach den Regeln längst vergangener Tage verkaufen sollen. Es heisst, sie wären Angehörige der Black Mammon Gilde, die nur mit ausgewählten Kunden handeln. Da jeder Zwerg darauf aus ist, sein Gold mit Hilfe geringst möglicher Ausgaben zu vermehren, kommt es nicht selten vor, dass Zwerge sich als ihren eigenen Meister sehen, besonders, wenn sie eine Schmiede besitzen. Der Einfluss, den ein Zwerg innerhalb des Volkes hat, ist natürlich, wie sollte es anders sein, als
erstes abhängig von seinem Vermögen, mit dessen Steigerung auch sein Einfluss und Ansehen bei anderen Zwergen erheblich verbessert werden. Wie arbeitssam ein Zwerg ist, tut dabei nichts zur Sache, denn wer nicht arbeitet, hat gemeinhin auch kein Gold.
Zwerge begegnen sich untereinander immer mit Freundlichkeit und Brüderlichkeit. Zum Kennenlernen dient nicht nur ein kräftiger Schluck Zwergenbier, sondern auch das gemeinsame Steigern des persönlichen Vermögens, bei dem meist die Summe des Goldes Angehöriger anderer Rassen drastisch sinkt. Dabei gilt immer der Leitsatz, dass man niemandem trauen darf, wenn es um Gold geht. Da dieser jedoch auch dann greift, wenn man untereinander ist, werden stetig Goldklumpen und ihre Größe verglichen, die es anschließend gilt, dem anderen abzuluchsen. Doch nur ein Zwerg, der nicht bei Sinnen ist, würde in solchen Situationen zur Waffe greifen.
Das Volk der Menschen ist viel zu groß, als dass ein Zwerg eine einheitliche Aussage über dessen Charakter treffen kann. Daraus resultiert, dass einem Menschen stets mit Vorsicht begegnet wird, denn hinter seiner Fassade kann sich nicht nur das gutgesinnte Wesen der Elfen verbergen, sondern auch die Bösartigkeit eines Dunklen, sowie die Dummheit der Orks. Insgesamt erfreut den Zwerg jedoch die beständige Kriegstreiberei dieses Volkes, da sie ein beinahe unerschöpfliches Maß an Waffen und Rüstungen fordert. Der momentanen Situation nach zu schließen, sind die Menschen die durchaus größte Rasse und vorherrschende Rasse des Kontinents. Daher sollte man sich mit ihnen gut stellen, auch wenn viele von ihnen den Zwergen als naiv erscheinen. Dass manche Menschen aber ebenso wie sie nach Reichtum streben, ist den Zwergen höchst suspekt, denn jegliche Konkurrenz bedeutet, dass gewisse Mengen an Gold nicht direkt in ihre Tasche wandern.
Elfen sind gutgesinnte Wesen, bei denen es keine Anlässe gibt, ihnen mit Misstrauen zu begegnen. Auch wenn der Hang zur Schönheit dieser Rasse so manch einen Schmied an den Rand der Verzweiflung treiben kann, bringen die zahlreichen Verzierungen doch jedesmal eine extra Summe an Gold. Dazu kommt, dass Elfen stets ehrlich und zuvorkommend sind, sodass sie nicht nur zur den Kunden mit vorbildlicher Zahlungsmoral zählen, sondern auch gern gewillt sind, mit dem Zwerg einen Schluck Bier zu trinken. Dass der Elf dabei nur zu diesem wasserähnlichen Wein seines eigenen Volkes greift, tut dem Genuss des Zwergenbiers keinerlei Abbruch. Was man jedoch in jedem Falle vereimeiden muss, ist dass die Elfen in die Nähe des Schmiedefeuers kommen. Ihre Wassermagie hat grundsätzlich keinen guten Einfluss auf die Esse.
"Traue niemals einem Dunkelelf!" Das ist der Satz, der jedem Zwerg sofort durch den Kopf geht, wenn er einem Dunklen begegnet. Dieses Volk ist verräterisch, bösartig und hinterlistig, sodass man nie sagen kann, was im Kopf eines Dunklen genau vor geht. Es ist zwar nicht bekannt, dass Gerüchte über Dunkle bestehen, die einen Zwergen getötet haben, aber dafür haben sie das Leben vieler anderer Wesen auf dem Gewissen. Diese Tatsache bringt jedoch auch stetige Verdienste für jeden Schmied mit sich, denn kein Dunkler bevorzugt stumpfe Klingen. Man sollte sie aber jederzeit im Auge behalten, da ihre Zahlungsmoral bei Weitem nicht so vorbildlich scheint, wie die der Elfen. Eine Sache gibt es jedoch, die in den Zwergen durchaus Sympathie für dieses Volk weckt. Sie leben in einer Stadt, die ebenso wie ihre Minen tief in den Höhlen eines Berges liegt. Und da ein Zwerg für Gold vor keiner Gefahr zurück scheut, ist man auch Dunklen gegenüber in erster Linie freundlich.
Das Volk der Orks ist stark und gefährlich, aber auch ebenso dumm wie groß. Was aber nicht heissen mag, dass ein dummer Ork kein Gold besitzt. Kaum einem Wesen kann man sein Gold so einfach abluchsen, wie einem Ork, der bereitwillig große Summen für wenig Arbeit zahlt. Dabei ist den Zwergen durchaus sympathisch, dass dieses Volk nur auf die Zweckdienlichkeit seiner Rüstungen und Waffen schaut. So lange der Ork als zahlungswilliger Kunde erscheint, gibt es demnach keinen Grund für einen Zwerg, ihn nicht freundlich zu behandeln, auch wenn das Verhältnis der Rassen ein neutrales ist.
Gerüchte von Zwergen, die von Kamael verschleppt und als Baumeister für ihre Stadt benutzt wurden, scheinen sich beim Anblick derselben zu bestätigen. Auch wenn dies lange zurück liegen soll, so kann man niemals wissen, was diese Wesen in der nächsten Zeit vor haben, schließlich muss es ja einen Grund dafür geben, dass sie nun vermehrt ihre Insel verlassen. Welcher Zwerg kann schon sagen, ob sie nicht auf der Suche nach reichen und fähigen Schmieden sind!? Da sie noch dazu ebenso bösartig und verschlagen wie die Dunklen scheinen, ist ihnen mit größter vorsichtig zu begegnen, aber man sollte ihnen begegnen, denn ihr Hang zum Kampf bringt viel Gold für jeden Schmied. Allerdings gilt es, sich selbst und das Gold sofort in Sicherheit zu bringen, damit der Kamael gar nicht erst auf dumme Ideen kommen kann.
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