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Über viele Dekaden lang war die Insel, die die Kamael ihre Heimat nennen, durch einen dichten Nebelschleier vom Rest der Welt verborgen. Durch diesen Umstand gibt es recht wenig über das Territorium dieses Volkes zu berichten. Nur eine Hand voll der kühnsten Abenteurer wagten es bis zum jetzigen Zeitpunkt, die Reise in diese unbekannten Gefilde auf sich zu nehmen. Doch die Zahl derer, die zurück kehrten, um von dem, was sie sahen zu berichten, ist noch weitaus kleiner. |
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Das Unbekannte hat oft die Eigenschaft, viele Geschichten, Erzählungen und Legenden hervorzubringen. So auch das Volk der Kamael. Immer lauter wird die Aussage, dass die Kamael in jener Zeit geschaffen wurden, in der die vielen Legenden und Mythen Adens ihre Wurzeln haben. Denn sie verehren nicht, wie in der kurzen Zeit der Forschung deutlich wurde, eine der sechs Gottheiten, wie die übrigen Völker des Kontinents. Diese Rasse folgt der Göttin der Zeit, Mutter Nornil, welche mit aufmerksamen Augen über die Vergangenheit wacht, die Gegenwart beobachtet und in die Zukunft blickt. Über diese Göttin ist jedoch ebenso wenig bekannt, wie über ihre Kinder |
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selbst. |
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Auf den ersten Blick scheint man gewisse Parallelen zwischen den Kamael und dem Volk der Elfen und Dunkelelfen erkennen zu können. Ebenso wie diese beiden Rassen, besitzen sie spitz zulaufende Ohren, eine schlankere Statur und mehr Körpergröße als Menschen. Zusätzlich haben die Kamael einen sehr hellen Teint, der ihre stechend roten Augen mehr denn je hervor hebt und ihre Haare sind beinahe gänzlich weiß, bis auf einige Ausnahmen, bei denen das helle Haar von violetten Strähnen durchsetzt ist. Das wohl merkwürdigste und zugleich auffälligste an dieser Rasse ist der einzelne Flügel, der ihren Rücken ziert. Viele Gerüchte kursieren, ob jener nur eine Laune der Natur sei, oder ob sie ihren zweiten Flügel gar verloren haben. Manche sprechen auch davon, dass sie das fehlende Glied eines Tages zu ersetzen in der Lage seien, doch niemand vermag die Wahrheit zu kennen. Letzteres würde jedoch eine Erklärung dafür bieten, warum die Kamael nun in so großer Zahl ihre Insel verlassen und eine so ausgeprägte Kampflust hegen. Der Wunsch, den zweiten Flügel zu erlangen, könnte sie aus den heimatlichen Gefilden in die Regionen treiben, die sie die große Menge an fehlender Erfahrung bis dorthin lehren könnte.
Die Männer der Kamael haben einen muskulösen und durchtrainierten Körper, |
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den sie nur zu gern zur Schau stellen und niemals gänzlich verhüllen.
Währenddessen sind die Frauen der Kamael ebenso anmutig, grazil und schön, wie die der Elfen. Wer sich davon jedoch täuschen ließ, musste schnell feststellen, dass sie den Dunkelelfinnen in nichts nachstehen, wenn es um einen durchtrainierten Körper geht.
Die wohl auffälligsten Charaktereigenschaften der Kamael sind ihre Selbstverliebtheit und die Tatsache, dass sie so sehr von sich selbst überzeugt sind, dass sie keinerlei Zweifel an sich oder ihren Fähigkeiten hegen. Obwohl sie geschulte Kämpfer sind, die absolut rücksichtlos vorgehen und nicht davor scheuen, ihre Magie einzusetzen, ist diese Selbstgefälligkeit oftmals das Einzige, was ihnen im Wege steht. Ob es nur an ihrer langen Abgeschiedenheit, oder auch an der Besonderheit liegt, dass sie nur schwarze Magie beherrschen, vermag niemand zu sagen, doch andere Arten der Magie, wie zum Beispiel Heilzauber, haben auf das Volk der Kamael kaum eine Wirkung. |
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Die Verbindung zwischen dem Volk und der Mutter Nornil stellen drei weise Krieger dar, die die üblicherweise in Familien zusammen geschlossenen Kamael anführen. Diesen Familien gehören ausschließlich Mitglieder der eigenen Rasse an, Ausnahmen werden weder geduldet, noch in Betracht gezogen.
Die Boshaftigkeit und Skrupellosigkeit der Kamael wird in den meisten Fällen nur durch ihre Kampflust übertroffen, denn ein Kamael kennt oftmals nur ein Ziel, den Sieg. Doch man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass sie mit größter Begeisterung ihr gesamtes Wesen in den offensiven Kampf legen. Auch List und Tücke sind für Kamael willkommene Möglichkeiten eines Kämpfers, die ohne Umschweife genutzt werden, um den Sieg zu erlangen. Einen Kamael zu unterschätzen bedeutet nicht selten, Opfer seiner schwarzen Magie zu werden oder gar seine Seele an ihn zu verlieren. Dieser Seelenraub ist eine außergewöhnliche Fähigkeit, die den Kamael zu eigen ist, was jedoch sonstige magische Kenntnisse betrifft, sind sie unbewandert, was nicht zuletzt an ihrer langen Abgeschiedenheit liegen mag. |
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Es gibt viele Gründe dafür, warum die Kamael meist ausschließlich unter sich bleiben. Zum einen lässt sich wieder die Zeit anführen, in der die Kamael vom Kontinent isoliert waren. Zum anderen sind die zahlreichen Unterschiede zwischen ihnen und den Völkern des Kontinents für die Kamael aussagekräftig genug, um sich nicht mit den minderwertigen Rassen einzulassen. So ergibt sich, dass der Idealfall der ist, dass ein Kamael einen Angehörigen des Kontinents nicht als Feind, sondern als annähernd neutral betrachtet. Dazu müssen allerdings grundlegende Bedingungen vorherrschen, die den Kamael etwaige Vorteile aus solchem Verhalten sehen lassen müssen. |
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vielerorts noch spekuliert wird. |
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Oberflächlich betrachtet scheint es, als wären es die Dunklen, denen die Kamael am ehesten gleichen. Schaut man jedoch genauer hin, bemerkt man, dass es ebenso viele Unterschiede zwischen den beiden Völkern gibt. Während die Hinterhältigkeit, List und Intriganz der Dunklen den Kamael durchaus zusagen können, revidiert die ganz eigene Art von Stolz und Ehrgefühl der Dunklen jegliche aufkommende Sympathie. Darüber kann auch der bösartige Charakter dieser düsteren Elfen nicht hinweg trösten, sodass mehr als eine kurze, gemeinsame Wegstrecke nicht möglich sein sollte. |
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Das unverkennbare und unerreichte handwerkliche Geschick dieser Rasse ist durchaus etwas, das das Interesse der Kamael weckt. Doch dieser Punkt ist gleichzeitig auch der einzige, wegen dem man diese kleinen, sturen Wesen nicht verachten sollte. Ihr Hang zu Bier und Gold macht sie ebenso unsympathisch wie ihr fehlendes Talent für die Magie. Dass sie keinen Sinn für Boshaftigkeit und List haben und ihre Ansicht von Ehre nichts mit Kampf gemein hat, tut das Übrige dazu bei, dass sich Verbindungen zwischen Kamael und Zwergen auf rein geschäftlicher Ebene bewegen. |
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Die wohl primitivsten und unzivilisiertesten Wesen, denen ein Kamael begegnen kann, sind die Orks. Sie sind groß, dumm, kennen weder Sitten noch Anstand in ihrer barbarischen Art und stinken nicht selten. Alles, was ein Kamael an einem Ork schätzt, ist seine große Kraft, die ihn oftmals zu einem willkommenen Gegner macht, wenn es darum geht, seine Kräfte zu messen. Darüber hinaus sind allerdings jegliche Kontakte zwischen Orks und Kamael undenkbar. |
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Das wohl mit Abstand seltsamste Volk Adens ist zugleich auch das Größte. Die Menschen sind auf dem gesamten Kontinent verbreitet. In vielen Fällen wirken sie dümmlich und naiv, dennoch haben sie große Reiche geschaffen, die sie allerdings jederzeit versuchen zu verteidigen, denn diese Reiche zeugen von einer gewissen Unbeständigkeit. Doch nicht nur die daraus aufkommende Vorsicht der Kamael verhindert engere Beziehungen zwischen ihnen und den Menschen. Dieses Volk hat eine sehr kurze Lebensspanne, die es den Kamael zusätzlich erschwert, ihre Schlüsse aus dem Verhalten dieser Rasse zu ziehen. Einzig jene Menschen, deren Charakter von ebensolcher Boshaft gekennzeichnet ist, wie der der Kamael, haben eine geringe Chance, von ihnen akzeptiert zu werden. |
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Keiner anderen Rasse Adens treten die Kamael mit solchem Hass und so purer Verachtung gegenüber, wie den Lichten. Das Streben dieser Rasse nach dem Guten, ihr vollkommen unverständliches Gefühl von Ehre und ihre Abscheu gegen List und Hinterhalt sprechen gegen jegliche Grundsätze der Kamael und schüren diese tiefen Gefühle der Abneigung in ihnen. Auch sonst taugt ein Elf für nichts weiter, denn sein Hang zu Musik und Dichtung langweilen sehr schnell. Ehe ein Kamael einem Elfen auch nur neutral entgegen träte, würde er sich freiwillig einer Niederlage unterwerfen. |
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© by L2-Nocturne - Admin: Alayn |
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