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Weit im Norden Elmores liegt ein düsteres und schneebedecktes Land. Dies ist die Heimat der Orks, deren felsige Landschaft ebenso rau ist, wie das Volk, das dort lebt. Auf Grund der hohen Berge, die die Grenzen dieses Landes umschließen, haben nicht viele Reisende die beeindruckende Schönheit der gefrorenen Wasserfälle gesehen, aber auch nicht viele Orks haben ihr Reich bis heute verlassen. |
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Die Rasse der Orks folgt dem Weg Pa’agrios, dem Gott des Feuers. Pa’agrio hegt weder so tiefen Hass wie seine Schwester Shilen, noch teilt er vollkommen die gutgesinnten Absichten von Eva, sodass man ihn als einen durchaus neutralen Gott bezeichnen kann. Doch die temperamentvollen und heißblütigen Eigenschaften, die er dem Volk der Orks mit seinem feurigen Atem eingehaucht hat, sind nicht nur diesen Wesen, sondern auch ihm zu eigen. Die kriegerische Natur der Orks entsagt Pa’agrio demnach keinesfalls. |
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An die Stärke und Größe der Orks reicht keine der anderen Rassen heran. Ihre Haut hat eine grünliche Färbung und trägt oft schamanistische Runen. Die Ohren der Orks laufen ebenso wie die der Elfen spitz zu, dabei haben sie braunes bis teilweise rötliches Haar, von grober Struktur, dass sie nicht selten zu ebenso groben Zöpfen zusammen binden.
Die Magier unter den Orks haben zwar eine nicht so breite Statur wie ihre kämpfenden Brüder und Schwestern, doch im Vergleich zu den anderen Rassen wirken sie nicht viel weniger grob und gewaltig. Entsprechend der Magie, die sie verwenden, welche ausschließlich schamanistischen Ursprungs und Natur ist, sind die Orkmagier Großteils wie Schamanen gekleidet. Dabei dürfen ihre Roben ruhig ein wenig aufwendiger gestaltet sein, als die Rüstungen der Krieger, die einzig zweckdienlich sein und im Kampf viel aushalten müssen. Generell fehlt jedoch allen Orks der Sinn für Details und Schönheit, Dinge, die für sie nichts weiter als unnütz sind und vom Wesentlichen ablenken, dem Kampf. Dieses Volk lebt für das Kämpfen, das es zu jeder Zeit praktiziert. Wenn nicht mit Angehörigen anderer Rassen ein Konflikt besteht, dann findet sich sicher in den eigenen Reihen eine Differenz, wegen der man zu den Waffen greifen kann, wobei dazu gesagt sei, dass Orks sich ihre Gründe zum Streiten meist selber machen und zwar am häufigsten mit den Stammesgenossen. Wenn ein Ork zur Waffe greift, was wegen seines aufbrausenden Temperaments keine Seltenheit ist, darf man seine Stärke keinesfalls unterschätzen. Eines steht jedoch fest, eine List oder ein Hinterhalt ist von diesem Volk in keiner Situation zu erwarten, was nicht nur daran liegt, dass es offene Gefechte liebt, sondern dass Orks nicht mit übermäßiger Intelligenz gesegnet wurden. Das macht sie zwar nicht weniger gefährlich, aber für einige durchaus durchschaubar und berechenbar. |
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Es gibt zahlreiche Arten von Orks, die über den gesamten Kontinent verteilt sind, vom eigentlichen Hauptstamm der Orks allerdings als minderwertig angesehen werden und als verachtenswerte Wesen nicht mehr als zum Volk zugehörig akzeptiert werden. So hat der Stamm der Orks seine Heimat im westlichen Teil ihres Landes. Dort ist in ihrer Stadt der Tempel Pa’agrios zu finden, in dem das Oberhaupt der Orks residiert. Er trägt den Titel des Prefekten, den er durch zahlreiche Siege, viel Lebenserfahrung und ein großes Maß an Kraft erlangt hat. An seiner Seite stehen die Schamanen Pa’agrios, auf deren Rat vom gesamten Stamm ebenso viel Wert gelegt wird, wie auf das Wort des Prefekten. |
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Da das heißblütige Temperament der Orks keine Grenzen kennt, laufen Begegnungen innerhalb des Volkes sehr verschieden ab. Oftmals werden die Stammesgenossen brüderlich behandelt und man geht gemeinsam auf die Jagd, oder prellt die Zeche mit ihnen, was sehr ausschweifende Ausmaße annehmen kann. Doch die heitere und freundliche Stimmung kann innerhalb von Sekunden umschlagen und ein Kampf wird angezettelt, bei dem nicht nur |
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Waffen, sondern auch Fäuste sprechen. Dies passiert nicht selten, wenn es um Fragen des persönliches Ranges innerhalb des Stammes geht, da es ein Ork gar nicht gern sieht, wenn jemand mehr Einfluss hat, als er selbst und somit jeder automatisch als Rivale zählt, der einen potentiell höheren Rang im Stamm inne hat. Eine Sache gibt es jedoch, bei der sich die Orks einig sind, nämlich die Tatsache, dass es gilt, minderwertige Orkstämme zu bekämpfen. Sollten aber Außenstehende eine Gefahr für die Rasse bedeuten, ist der Zusammenhalt der Orks eher fraglich, da ihnen stets das eigene Wohl und das des Stammes mehr als alles andere am Herzen liegt. |
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Menschen sind das größte Volk auf dem gesamten Kontinent, was jedoch für einen Ork noch lange kein Grund ist, sie zu respektieren, oder gar freundschaftlich zu ihnen zu stehen. In den Augen der Orks sind sie oft nichts weiter als dummer Abschaum, der einst gemeinsame Sache mit den Elfen machte und die Orks so um ihren Einfluss gebracht hat. Ein triftiger Grund also, die Menschen als Opfer für Gemeinheiten zu benutzen oder sie nach Herzenslust zu bekämpfen. |
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Wenn es etwas gibt, worüber Orks lachen, dann ist es die schwächliche Statur der Elfen, die sie gleichzeitig auch als unwürdig kennzeichnet. Die Achtung dieses Volkes vor dem Leben und ihr Hang zur Schönheit sind den Orks vollkommen unverständlich und reißen so eine tiefe Kluft zwischen beide Rassen. Diese wird durch den Umstand, dass die Elfen die Orks vor langer Zeit in ihr Land zurück gedrängt haben, nur noch unüberwindbarer und Freundschaften damit gar unmöglich. Für einen Elf bedeutet es lange und harte Arbeit, sich den Respekt eines Orks zu erarbeiten, was auch kaum vor kam, da die Lichten diese gefährlichen und starken Wesen eher meiden. |
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Das Volk der Dunklen ist für einen Ork ein Buch mit sieben Siegeln. Es ist bereits oft vorgekommen, dass ein Ork von einem Dunklen als Laufbursche für die Schmutzarbeit benutzt wurde, da sie durchaus berechenbare Wesen darstellen. Zumal es einem Ork immer ein Rätsel sein wird, was hinter dem Verhalten der Dunkelelfen wirklich verborgen ist, da es ihm schlichtweg zu sehr an Intelligenz mangelt, um das verschlagene Wesen der Dunklen zu durchschauen. Leichtfertig treten sie einem Ork allerdings nie gegenüber und so ist das eher neutrale Verhältnis zwischen diesen beiden Rassen von stetigem Misstrauen geprägt. |
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Wer könnte mehr Bedarf an Waffen und Rüstungen haben, als ein kampflustiger Ork. Daraus resultiert, dass die Fähigkeiten der Zwerge von Orks sehr geschätzt und gern in Anspruch genommen werden. Was allerdings das Wesen der Zwerge anbelangt, so muss sich ein Ork sehr zurück halten nicht offen auszusprechen, dass ihre Goldgier und Neutralität dem Ork ebenso lachhaft, wie heuchlerisch erscheinen. Darüber sieht der Ork allerdings sofort hinweg, wenn man mit den trinkfesten Zwergen die Zeche prellt. |
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Ebenso verschlagen wie die Dunklen, wirken die Kamael auf die Orks nicht weniger rätselhaft. Es scheint jedoch so zu sein, dass dieses Volk eine Begeisterung für den Kampf hegt, die der der Orks gleich kommt, was sie zu willkommenen Gegnern macht, wenn man die Waffen sprechen lassen will. Darüber hinaus gibt es allerdings keine Gemeinsamkeiten mit den Kamael, sodass Orks ihnen neutral gegenüber treten, bis sich aus dem Verhalten des Kamael eine andere Haltung für den Ork ergibt. |
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© by L2-Nocturne - Admin: Alayn |
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